Was wir im Raum vorfinden

Die Umwelt, die Wir vorfinden, wird von der jeweiligen Kultur und Gesellschaft vorbestimmt und strukturiert. Diese Umwelt ist äußerst dynamisch und aktiv. Jeden Augenblick stellt sie uns vor neue Herausforderungen. Auf dieser Basis und unter dem inneren Druck des Wachstums und Entwicklung des Lebendigen im Menschen entsteht Fortschritt. Würde eine Gruppe oder eine Gesellschaft immer die gleichen Wege, Strukturen und Verhalten bevorzugen, würde sie wie eine Horde Lemminge in den Abgrund stürzen. Eine Kultur und Gesellschaft lebt und wächst durch den mutigen Entdecker, der sich überwindet, Neues sucht, die Entdeckung teilt und die Umwelt neue gestaltet. Der Fortschritt des Menschen als Individuum basiert auf Selbsttranstendenz und nach Stimulation, die ein roher Raum, Objekte in ihm und Anwesenheit andrer Menschen bieten. Es ist eine sichere Bezogenheit zu dem Raum die der Mensch für seine Existenz benötigt.

Der Mensch heute wird durch die Gesellschaft (Wirtschaft) zu einem Konsumenten, Verbraucher, Kunden und Wähler gemacht (primär ist der Mensch frei von solchen Pathologisierungen) Als solcher lässt er sich besser steuern. Der Mensch wird zu einem Objekt einem Ding im Raum und somit ein passives Accessoire unter anderen.

Dieser gesellschaftliche Druck formt einen Menschen der wieder die Natur sich selbst schlussendlich auch als solches Objekt sieht. Die Erkenntnis, dass da etwas nicht stimmt kommt spätestens mit der allgegenwärtigen Unzufriedenheit, die in Shoppingexzessen mündet. Das Gefühl von Wut, Zorn und Angst aus der passiven Untätigkeit und Bedeutungslosigkeit heraus sind Begleiterscheinungen und Symptome zugleich.

Wir tauchen also in eine Welt hinein in der es schon Alles gibt. Da wir selbst zu Gegenständen stigmatisiert werden brauchen wir nicht mehr uns zu Bemühen den Raum selbst zu gestallten. Wir müssen es nur noch gebrauchen. Doch wofür? Wenn alles schon vorgefertigt ist.

Der Sinn des Raums besteht darin, dass man es selbst aktiv gestaltet, ihm Grenzen gibt, ihn metaphysisch im Geiste transzendiert immer unter der Bedingung der Bezogenheit auf sich und die Gruppe. Der Mensch meistert diese enorme Anstrengung oft affektiv und deshalb je nach seiner Prägung in den seltensten Fällen wirklich gut.

 

Grundlagen der Raumgestaltung

Welche Räume gibt es?

Raum besteht nicht bloß aus vier Wänden. Raum ist nicht abschließend definiert. Raum bringt soviel Potenzial mit sich, das es zur Aufgabe und ungelöstem Drama des Menschen wird diesem, Zeit seines Lebens Form, Bedeutung und Sinn zu geben. Nach Otto Fridrich Bollnow (Mensch und Raum) gibt es verschiedene Aspekte des Raums. Nur um einige davon zu nennen:

+ den hodologischen Raum,

+ den Handlungsraum,

+ den Tag und Nacht Raum,

+den gestimmten Raum,

+ den präsentischen Raum,

+ Den Raum des Menschlichen Zusammenlebens.

diese Aspekte des Raums greifen, wie ein Netz in einander, bilden Prallen, überlagern sich und wirken vieldimensional als Mittelpunkt im Leben eines Menschen.

Auf welchen Kriterien baut man auf?

Sind es andere Menschen, die Umwelt und oder nur Sie selbst? Der Sie umgebende Raum prägt Sie, Ihren Charakter und Ihre Entwicklung. Dieser Raum sollte objektiv bewertet und gestaltet werden.

Was ist wichtiger für eine gelungene Raumgestaltung ist es die Wirkung der Dinge untereinander, die Beziehung des Menschen zu den Dingen oder die Interaktion der Menschen untereinander. In welcher Rangfolge sollten diese Beziehungen stehen oder sich bedingen.

Im Konkreten geht es um solche Fragen wie: Passt dieser Teppich zu jenem Boden? Welche Farbe für diese Wand? werden meine Gäste diesen Tisch mögen? oder wie lässt sich im Schlafzimmer ein Einkleide raum realisieren. Dinge und Farben laut Mainstream im Raum zu verorten ist eine Sache hingegen Menschen eine Lebenswerte Atmosphäre zu schaffen eine andere. In vielen Beiträgen besonders dort wo vor allem um Verkauf geht handelt es sich meist oberflächlich um Objekte, Accessoires, Anpassungen an Bestehendes oder auch schlicht um Konsum. Viele Projekte, die dargestellt werden Treiben an der Oberfläche zeigen ein Perfektes Äußeres und wenig Substanz. Dabei kann die Gestaltung eines Raums so viel mehr bieten als Hochglanzoberflächen und schöne Ansichten. Sie kann nämlich die ganze Persönlichkeit der Bewohner zur Tage fördern und Nachhaltig bestimmen.

Haben sie Sich schon mal gefragt warum viele Einrichtungskonzepte in der Realität ganz anders wirken als im Katalog oder in der Hochglanzbroschüre. Als gelebter Raum können Sie durchaus Gründe für Frustration und Unzufriedenheit liefern. Warum wirken Objekte, Möbel und Materialien, die man woanders für gut empfunden hat, Zuhause plötzlich so ganz anders? Ihr Zuhause, Ihre Räume und sind real, wenn sie diese bewusst erleben. Alles außerhalb dieser Realität sind die Vorstellungskraft und Grundannahmen die einen Raum mit Hilfe ihrer Rationalität und Willenskraft entstehen lassen. Wir sehen auf dem Bild hinter dem Bildschirm immer nur eine Ebene aus Farben und Formen. Wir sehen niemals die anderen Ebenen eines Raums, selbst wenn diese in einigen Setzen beschrieben werden. Diese Ebenen können nur aktiv vor Ort erlebt werden. Eines der Ebenen ist der Architekt und der Bewohner, die Zweite Ebene ist der Sinn und die dritte Ebene ist die Atmosphäre/ein Gesamtbild im Kontext. Eine Hochglanzküche im fünfstelligen Bereich hat keinen Sinn wenn seine Bewohner dort nur fertige Tiefkühlgerichte zubereiten weil sie für die Finanzierung der Küche so viel arbeiten müssen das sie Keine Zeit zum Kochen finden. Ein riesiges gestyltes Wohnzimmer bietet auf Dauer keine gute Atmosphäre wenn man dort aus Ästhetischen Gründen nichts berührt kann es wirkt kalt und abweisend. Ein Haus verliert seine Daseinsberechtigung, wenn es vom Architekten und Bauherren nur für ausstellungszwecke und Performance gebaut worden.

Die Komponente

Es gibt drei wichtige Komponente des Raum, wenn man so will drei Säulen, auf denen ein guter Raum aufgebaut wird:

1. Der Mensch an sich

2. die Gruppe und

3. die Natur.

Wenn eines dieser drei Aspekte fehlt kann kein guter Raum gelingen. Diese drei Aspekte sollen im besten fall im erlebten, konkreten Raum Ort und Raum bekommen.

Was braucht ein guter Raum?

Die Frage könnte auch lauten: Was braucht ein perfekter Raum? Doch den Gibt es nicht und es kann diesen auch nicht geben. Jeder Versuch einen perfekten Raum zu Schaffen scheitert allein schon an der Zielsetzung. Es ist eine Frage des Standpunkts, von dem Man die Aufgabenstellung beurteilt. Geht es hier um etwas subjektive Erfahrung oder um objektive Werte. Subjektiv gesehen erübrigt sich die Frage doch aus objektiver Sicht ist diese Frage eng mit der Frage nach dem was für den Menschen gut ist verbunden. Ein Raum kann nicht perfekt sein, denn der Mensch ist nicht perfekt. Ein Mensch ist etwas Werdendes, etwas Wachsendes und sich Entwickelndes. Und weil ein Mensch in sich und dem Körper bereits ein Teil des Raums und ein Raum in sich ist, kann der Raum niemals perfekt sein, sondern immer nur gut oder schlecht je nach dem Grad der Raumbezogenheit des Menschen. Ein perfekter Mensch ist ein Toter Mensch, denn er hat den Sinn des Lebens bereits erfüllt. Ein perfekter Raum ist ein toter Raum denn auch er hat seine Daseinsberechtigung als ein Lebensraum verwirkt. Wenn man also den Raum objektiv beurteilen will so sollte man es an die Art und Weise der Bezogenheit anknüpfen. Was ist für die Entwicklung des Menschen objektiv gut oder schlecht. Und zwar nicht nur für einen Individuum, sondern Kulturübergreifend für alle Menschen. Mensch und Raum bilden eine Einheit. Sie sind eins. Sie beeinflussen sich gegenseitig. So wie ein Kind eine unzureichende Erziehung bekommt und im Erwachsenenalter Charakterdefizite aufweist, so wird auch ein Raum, wenn er nicht bewusst, fortwährend, für Hier und Jetzt überarbeitet wird Lebensfeindlicher Raum. Ein Raum inkludiert auch immer die Anwesenheit anderer Menschen. Sie sind auch ein Teil des Interieurs, die Mitte des Raums und seine Erschaffer zugleich. Menschen benötigen Platz, Pflege, Motivation und Anregung, wenn sie den Raum beleben sollen.

Welche allgemeingültige, objektive Kriterien sollte nun ein guter, lebenswerter Raum erfüllen. Lassen sie uns das Pferd so ein zähmen wie es sich gehört.Was ist für den Menschen gut? Was braucht er für das gute Leben.

+ Erfüllung der Grundbedürfnisse (ad Ultimo)

+ Liebe im Sinne von Verantwortung, Erkenntnis, Achtung und Fürsorge.

+ Nähe zur äußerer und Innerer Natur

+ Inklusion in der Gesellschaft

+ Selbsterkenntnis

Es sind nur einige wenige Punkte, die Der Mensch für ein Gutes Leben braucht, doch diese Haben es in sich. Sie werden auf vielfältige Weise durch die Umwelt, den Raum, die Kultur und die Gesellschaft dem Menschen vorenthalten oder durch Banales verbaut. Freilich ist jeder Mensch für sich selbst und den Platz in der Welt verantwortlich.

Physischer Raum ist immer auch ein sozialer Raum. Ein Umfeld der Interaktion mit den anderen Menschen. So wie der Mensch ein Haus, eine Wohnung oder Holzhütte baut. Baut er auch soziale Räume, die ein teil seiner Welt bilden. Ein Mensch ohne Dach über dem Kopf kann in einer Gruppe ein Langes und erfülltes Leben Führen auch heute. Ein Mensch mit einem Großen Haus ohne Mitmenschen wird nach kurzer Zeit krank und verliert jede Lust am Dasein.

Im Weiteren will ich Ihnen im Einzelnen Zeigen welche antworten auf die einzelne Menschlichen Bedürfnisse der Raum bieten kann welche positiven und negativen Aspekte dabei zu berücksichtigen sind.

Grundbedürfnisse wollen erfüllt werden

Am Anfang stehen natürlich die Grundbedürfnisse ganz im Vordergrund. Ich werde nicht näher auf die Physischen Aspekte eingehen denn diese sind allgemein bekannt. Ich möchte solche Aspekte wie Ruhe, Kommunikation, Träume etc. betonen. Denn alles sollte einen guten Raum bieten. Es gibt den Ihnen- und Außenraum.

Raum für Liebe

Liebe ist nicht bloß ein Gefühl, sondern ein Willensakt. Liebe braucht Raum und Zeit. Und natürlich etwas Liebenswertes. Dieses Etwas kann nur ein Mensch sein. Das heiß ein guter Raum braucht Platz für einen Gegenüber. Ein sicheres Ort für Gemeinschaft und Interaktion.

1. Gewehren sie Ihren Lieben genau so viel Raum zur freien Entfaltung wie sich selbst

2. Achten Sie alles was andere dem Raum hinzufügen und pflegen Sie es.

3. Jeder Mensch trägt eine Aura mit sich, welche Ihre im besten Fall erweitern wird.

Man kann solch einen guten Raum wie zwei Schneekugeln vorstellen mit einem Fisch darin.  Jede für sich bietet nur relativ wenig Lebensraum doch wenn man die beiden Kugeln vereint, profitiert jeder Bewohner vom größeren Lebenswelt. Liebe ist eine Fähigkeit in die Welt und Lebensraum des Gegenübers einzutauchen. Liebe ist eine Raumerweiterung im Sinne der Erkenntnis. Deshalb benötig ein Guter Raum proportional gleiche Anteile Lebensraum je Bewohner.

Nähe zur Natur

Unsere Welt ist eine künstliche Welt. Fast alles was wir heute zum Leben vorfinden ist in irgendeiner Form vom Menschen bearbeitet, durch den Menschen kunstvoll verändert worden. Es bedarf deshalb großer Anstrengung das Wesen der Dinge auf Ihren Wahrheitsgehalt zu Prüfen und zu erkennen. Das Leben im Künstlichen führt dazu das der Mensch sich selbst als Kunstobjekt sieht. Der Mensch ist es aber nicht und füllt nach wie vor natürlich und echt. Dieses Leben führt zu falschen Grundannahmen und zu Unzufriedenheit.

1. Suchen sie nach dem waren Wesen der Dinge bei der Gestaltung

2. Ein Material sollte echt sein in seiner Form, Farbe und Wirkung

3. Berücksichtigen Sie Ihren Bauch und Verstand und entscheiden Sie mit dem Herz.

Es gibt die Natur des Menschen und die Natur der Dinge. Das was wir erkennen, sollte im besten Fall echt sein, denn nur Echtheit gibt uns die Sicherheit, die wir im großen Ganzen suchen. Der Mensch lebt mit dem Bauch, Verstand und Herz. Es ist quasi die Gewaltenteilung im Statte Mensch. Der Bauch ist die Legislative er gibt grundsätzliches vor, der Verstand ist die Exekutive er wählt und schließt aus, das Herz urteilt über Bauch und Verstand und spricht über den Sinn der Sache. Erst unter Berücksichtigung der Drei Aspekte auf der Basis der Echtheit der gesammelten Erkenntnisse, kann man in der Raumgestaltung richtige Entscheidungen treffen.

 

Inklusion

Das erstaunliche am Raum ist, dass je mehr wir den Besitz von Ihn ergreifen, umso mehr werden wir vom Raum selbst eingenommen. Im Kleinen sind es die Dinge, im Großen ist es seine Transzendenz. Das bedeutet das wir im Kleinen zu einem Gegenstand selbst werden und im Großen die Gefahr laufen uns zu verlieren. Deshalb ist es wichtig uns vor Augen zu führen was wir wirklich sind. Eine temporäre Erscheinung im Raum. Es ist vermessen den Raum besitzen zu wollen.

Wir wollen ein Teil der Gesellschaft sein. Das ist ein starkes inneres Bedürfnis des Menschen an Einheit und Gemeinschaft. Das was Menschen zuhause gestalten und abbilden ist auch ein Abbild der Gesellschaft, in der sie leben. Denn ein Zuhause ist nicht nur Rückzugsort, sondern vor allem Heute, um es positiv auszudrücken, im Zeitalter des liberalisierten Privaten ein Treffpunkt. Jedoch ist nicht jede Gesellschaft eine gute Gesellschaft. Es kommt auf die Werte einer Gesellschaft an, die den demütigen Menschen als Individuum eine positive Entwicklung ermöglichen.

1. Betrachten Sie den Raum als temporäre Gegebenheit nicht als Besitz.

2. Finden Sie zu sich selbst und suchen Sie sich ein Milieu, das sie fördert.

3. Teilen Sie den Ihnen zur Verfügung stehenden Raum mit anderen Menschen.

Die Basis einer jeden Gesellschaft ist die Bereitschaft zu Teilen. Das Geben an sich ist eine Passion des Menschen. Nirgendwo auf der Erde gibt es ein Wesen, das dazu bewusst in der Lage wäre. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der Menschlichkeit. Ein mit anderen bewusst geteilter Raum, ist ein sicherer, schönerer und gehaltvollerer Raum selbst wenn es eine Steinzeithölle ist.

 

Raum für Selbsterkenntnis

Ein Haus ist der Rückzugsort und die Basis des Menschen für seine vielfältigen Unternehmungen in die Welt. Hierher kann er sich zurückziehen und die Welt aus einer sicheren Perspektive betrachten über sie nachdenken und zu sich selbst finden. Es muss kein physischer Raum sein es kann auch eine Gemeinschaft sein, die durch ihr kulturelles und soziales Verbund Schutz und Geborgenheit bietet.

Dieses Offline sein, auch von den Medien, bietet Zeit sich selbst im Raum zu verorten. Ich nenne das Zentrieren auch die Mitte im Raums finden. Erst wenn das Pendel einer antiken Uhr plötzlich stehen bleibt besinnen wir uns seiner Bestimmung auszuschlagen.

1. Schaffen Sie sich Ruheräume zur Selbstreflektion.

2. Reflektieren Sie bewusst ihr Verhalten im Raum.

3. Umgeben sie sich mit Dingen, die Ihre Entwicklung fördern und nicht behindern.

Sobald die Mitte des Raums gefunden ist, ich spreche hier vom Temperament, dem Charakter und Prägung des Menschen, kann auch der Raum an sich betrachtet werden.

Das wichtigste für die Raumgestaltung ist nicht wohin der Mensch will, sondern was er ist.

Gerade in unserem narzisstisch geprägten Zeitalter besteht die Gefahr, dass der Mensch auf Grund falscher Grundannahmen den Raum verbaut. Der Raum sollte gegenwärtig beständig und in die Zukunft hin für die Entwicklung offen sein.

Der selbstbewusste Mensch, die Natur, die Zeit und die Gruppe sind die drei primären Zutaten für einen guten Raum. Alles andere ist sekundäres, anregendes Beiwerk und Mittel zum Zweck. Die Accessoires dem Leben des Menschen einen Motivationsschub geben.

 

 

Drei Position des Menschen im Raum

Es gibt drei Ansichten zur Position des Menschen im Raum. Der Mensch über dem Raum, Der Mensch als Mitte des Raums und Der Mensch als Teil des Raums. Diese Ansichten sind die Folge der bestimmten Prägungen, gesetzter Grundannahmen und schlussendlich einer richtigen Entscheidung.

  • Mensch über dem Raum

Diese Ansicht vertreten oft Menschen, für die der Raum eine Ressource und Objekt der künstlerischen Auseinandersetzung ist. Für Sie ist der Raum ein Medium Inhalte zu übertragen. Das sind z.B. Bauträger, Architekten, Ingenieure, Künstler, Handwerker. All die Menschen, die den Raum aktiv formen und ihn aus den Gesetzmäßigkeiten der Natur kunstvoll hervorheben. Sie arbeiten den Raum für andere Menschen auf und bereiten Ihn in einem bestimmten Kontext vor.

  • Mensch als Mitte des Raums.

Diese Ansicht ist eine Art der Bezogenheit des Menschen auf seine Umgebung. Sie basiert auf sensorischen Wahrnehmung, affektiven Reaktionen und der Vorstellung des Menschen. Diese Ansicht ist dem Bewohner dem Nutzer des Raums eigen. Er rezipiert den Raum zuerst als Lebensraum, als ein Volumen, in dem er sich entfalten kann. Hier ist der Mensch im bereits begrenzten Raum und ist seiner Bedeutung, Größe und Gesetzmäßigkeiten voll bewusst. Er besitzt zwar die Fähigkeit den Raum aktiv zu gestalten und selbst Grenzen zu gestalten jedoch sind die maßgebenden Raumformen bereits von anderen gesetzt.

Wenn man den Menschen als Mitte des Raums betrachtet. So kann man sich das Bild in etwa wie ein Labyrinth aus konzentrischen Kreisen, Kurven, und Schleifen, die immer wieder Bezug zu Ihrem Zentrum suchen. Ein Mensch braucht Wachstum für seine Existenz. Der Mensch als Mitte des Raums ist sowohl ein Teil von Ihm wie befindet er sich über Ihn.

  • Mensch als Teil des Raums

Der Mensch als Teil des Raums ist ein strukturiertes rein physisch bedingtes reagieren auf die Raumbeschaffenheit. Der Mensch wird zu einem Objekt unter anderen. Natürlich könnte man auch behaupten, dass der Mensch ein Teil des Raums und der Natur ist. Jedoch ist der Mensch heute auch ein Wichtiger Teil einer Maschine. Diese Ansicht wird oft von der Wirtschaft und der Industrie vertreten. Der Mensch ist hier ein Teil vordefinierter, komplexer Arbeitsabläufe, die allein der Effizienz gerichtet sind. Die Ökonomie solcher Arbeitsabläufe zwingt den Menschen in klar strukturierte Räume, in denen der Mensch als Teil des Raums nur ganz bestimmte orte und Plätze zu Verfügung stehen.

Wie sieht gute Raumgestaltung aus

Worin besteht also der Sinn einer Raumgestaltung aus der Mitte des Raums und   welche Vorteile bring er mit sich. Eines der übergeordneten Ziele, die ein Mensch in seinem leben verfolgt besteht im guten Leben an sich. Dazu gehört ein hohes Maß an objektiver Reflektion von sich selbst und den anderen, Bezogenheit zur Umwelt und Natur, Empathie und schließlich Freude an der Entwicklung des Menschen an sich. Wir gestalten andauern sei es den physisch, wenn wir uns einrichten oder geistig, wenn wir allein unsere Vorstellung bemühen und Sog. Luftschlösser bauen. Es ist in vielen Fällen eine affektive Gestaltung des Raums entweder systemisch nach der Form, Farbe und Bedeutung oder rein subjektiv nach Vorlieben. Eine Raumgestaltung aus der Mitte des Raums heraus, ist eine reflektierte Gestaltung auf ein Ziel hin, die vor allem als ein andauernder Prozess verstanden werden soll. Eine solche Raumgestaltung ist mit der Pflanzung eines Baums vergleichbar. Eines Baums, der nicht bloß zu einem Stapel Brennholz reduziert wird, sondern zu einer Umweltzone und Lebensraum heranwachsen soll. Eine Raumgestaltung aus der Mitte heraus als Einheit von Menschen und Natur ist schwierig, sie ermöglicht aber den unverstellten Blick auf das Wesentliche im Leben und macht somit zufriedener.